Im Hintergrund
Anrufbrücke
Warnanrufe und Telefon-Mängelmelder für Menschen ohne Smartphone.

Das Problem
So klingt es im Rathaus, bevor es die Funktion gibt.
Frau Krämer ist 84, wohnt seit sechzig Jahren in der Bachstraße und hat kein Smartphone. Sie will wissen, wann der Sperrmüll kommt, und sie muss wissen, wenn der Bach steigt. Die Push-Nachricht erreicht sie nicht, die E-Mail auch nicht, und NINA ist eine App. Wenn es ernst wird, klingelt bei ihr niemand. Und wenn vor ihrem Haus die Laterne seit Wochen dunkel ist, ruft sie im Rathaus an – wo gerade niemand abnimmt.
So funktioniert es
Anrufbrücke in wenigen Schritten – für Bürger und für die Verwaltung.
01Festnetznummer hinterlegen
Selbst im Portal, durch Angehörige oder im Rathaus – mit dokumentierter Einwilligung. Die Nummer wird verschlüsselt gespeichert; in der Verwaltung sieht man nur die letzten Ziffern.
02Bestätigen, bevor je angerufen wird
Das Portal ruft einmal an und nennt eine Zahl. Erst wenn sie eingetragen ist, ist die Nummer aktiv – so erreicht ein Tippfehler in der Vorwahl nachts keinen fremden Haushalt.
03Warnanruf, wenn es zählt
Ab der eingestellten Warnstufe liest eine Stimme die Warnung der Gemeinde vor, wiederholt sie und bietet mit der Taste 9 die Abmeldung an. Nimmt niemand ab, versucht es das Portal noch einmal.
04Mängel aufs Band sprechen
Unter der Rufnummer der Gemeinde spricht man, was kaputt ist und wo. Nach der Zustimmung mit der Taste 1 wird die Nachricht verschriftlicht, die Aufnahme gelöscht, Ort und Kategorie vorgeschlagen – und ein Mensch im Rathaus prüft, bevor daraus eine Meldung wird.
Selbst ansehen
Anrufbrücke hat keinen Bildschirm. So klingt sie in der Demo-Gemeinde Musterstadt – Wort für Wort, wie das Telefon es spricht.
Diese Funktion findet nicht auf einem Bildschirm statt. Im Demo-Termin zeigen wir sie Ihnen live.
So klingt eine Meldung per Telefon
Sie: Sie wählen die Rufnummer der Gemeinde. Die Stimme meldet sich.
Die Stimme: Hier ist der Mängelmelder von Musterstadt. Wir zeichnen Ihre Nachricht auf. Ihre Nachricht wird automatisch aufgeschrieben, ein Mensch liest sie. Nur so können wir Ihre Meldung bearbeiten. Drücken Sie jetzt die Taste Eins, wenn Sie damit einverstanden sind. Wenn nicht, legen Sie bitte auf.
Sie: Sie drücken die 1.
Die Stimme: Sagen Sie nach dem Ton: Was ist kaputt? Und wo ist es? Sie haben 120 Sekunden Zeit.
Sie: Sie sprechen: was kaputt ist und wo. Dann fragt die Stimme nach dem Rückruf.
Die Stimme: Wenn die Gemeinde Sie zurückrufen darf, drücken Sie jetzt die Taste Zwei. Nur dann speichern wir Ihre Rufnummer.
Sie: Sie drücken die 2 – oder nicht. Nur dann wird Ihre Rufnummer gespeichert.
Die Stimme: Vielen Dank. Ihre Meldung wird geprüft. Auf Wiederhören.
So klingt ein Warnanruf
Sie: Ihr Festnetztelefon klingelt. Sie nehmen ab.
Die Stimme: Guten Tag. Hier ist eine Warnmeldung von Musterstadt. Bitte hören Sie gut zu.
Sie: Dann liest die Stimme die Warnung der Gemeinde vor – Wort für Wort, wie sie im Portal steht.
Die Stimme: Wir wiederholen die Warnmeldung.
Sie: Die Warnung kommt ein zweites Mal. Zum Schluss:
Die Stimme: Wenn Sie keine Warnanrufe mehr möchten, drücken Sie jetzt die Taste Neun.
Was die Verwaltung tut
Das ehrliche Gegengewicht: Jemand muss antworten.
Die Anrufbrücke macht aus dem Rathaus keine Telefonzentrale – aber jemand muss die Mitschriften lesen. Die Gemeinde schaltet sie frei, sobald der Auftragsverarbeitungsvertrag steht, und nimmt am Tresen die Nummern derer auf, die kein Portal bedienen. Danach bleibt pro Telefonmeldung ein Handgriff: Mitschrift lesen, Vorschlag prüfen, als Mängelmeldung anlegen oder verwerfen. Warnanrufe laufen von selbst, sobald eine Warnung die Stufe erreicht.
- Rufnummern werden im Rathaus mit unterschriebener Einwilligung aufgenommen; die Verwaltung sieht nie die ganze Nummer.
- Telefonmeldungen landen im Postfach des Mängelmelders – mit Mitschrift, Verlässlichkeit der Erkennung und dem Vorschlag der KI, den ein Mensch bestätigt.
- Das Telefon-Budget der Gemeinde ist sichtbar; eine Warnung ab Stufe „Ernste Warnung“ geht auch darüber hinaus.
- Eingegangen
- Wird verschriftlicht
- Zu prüfen
- Übernommen
Grenzen
Was Anrufbrücke nicht tut – damit niemand etwas anderes erwartet.
- Die Anrufbrücke ersetzt keinen Notruf. Wer Hilfe braucht, wählt die 112 – die Anrufbrücke ruft an, sie nimmt keine Notrufe entgegen.
- Sie ist kein Sprachportal. Sie ruft bei Warnungen an und nimmt Mängel aufs Band – Abfalltermine, Öffnungszeiten oder Anträge beantwortet sie nicht; dafür bleibt das Rathaus am Telefon.
- Sie ruft nur an, wer zugestimmt und die Nummer bestätigt hat. Es gibt keine Liste aller Haushalte, und ohne Bestätigung wird nie gewählt.
- Sie sammelt keine Stimmen. Die Aufnahme wird nach der Mitschrift gelöscht – ab Werk sofort, eine Gemeinde kann sie höchstens 30 Tage behalten. Die Rufnummer der anrufenden Person bleibt nur, wenn sie mit der Taste 2 den Rückruf erlaubt.
- Sie gibt es ab 18 Jahren. Der Warnanruf am Familienanschluss gehört dem Erwachsenen des Haushalts; Angehörige sind zwei Erwachsene, und die unterstützte Person entscheidet.
Kosten & Voraussetzungen
Aus den Einstellungen der Plattform abgeleitet, nicht formuliert.
- Ab Werk ausgeschaltet, weil ein Dienstleister außerhalb von BürgerWeb mitarbeitet. Die Kosten dafür trägt BürgerWeb, je Gemeinde gilt eine Obergrenze. Für die Gemeinde entsteht kein Aufpreis, und die Funktion lässt sich jederzeit abschalten.
- Eingeschaltet werden dabei Dritte: sipgate, Düsseldorf (Deutschland), Mistral AI, Paris (EU).
- Die Gemeinde schaltet die Funktion frei, sobald der Auftragsverarbeitungsvertrag mit diesem Dienstleister unterschrieben ist.
Der Monatspreis für das ganze Portal beginnt bei 99 € zzgl. USt. – diese Funktion ist darin enthalten.
Weiter
Weitere Funktionen aus „Im Hintergrund“.
- KI-RedaktionAus Protokoll wird Nachricht – Entwürfe mit menschlicher Prüfung.
- Digitaler SchaukastenKiosk-Modus für Bildschirme im Rathaus oder Dorfladen.
- WerbeplätzeFest gebuchte Werbeplätze örtlicher und überörtlicher Firmen. Nie neben amtlichen Inhalten, nie im Krisenmodus, ohne Verfolgung und ohne Cookies.
Demo-Termin vereinbaren
In 30 Minuten zeigen wir Ihnen BürgerWeb – online oder bei Ihnen im Rathaus.
Oder gleich selbst ausprobieren
Die Live-Demo „Musterstadt“ steht ohne Registrierung bereit – als Bürger, Redakteur oder Bürgermeister.